Alle Artikel von Dorothea Maria Keuter

Leistungen bei Pflegegrad 1

Vielen Menschen ist nicht genau klar, welche Leistungen ihnen mit welchem Pflegegrad zustehen. Ich werde nun nach und nach die Leistungen der einzelnen Pflegegrade auflisten.

Starten wir mit Pflegegrad 1.
Sie erhalten hier kein Pflegegeld und keine Sachleistungen.
Das liegt daran, dass die Selbstständigkeit bei Pflegegrad 1 kaum eingeschränkt ist. Bei  Pflegegrad 1 erhalten Sie diese Leistungen von der Pflegekasse:

Entlastungsbetrag von bis zu 125 € monatlich für

- Kosten der Kurzzeitpflege sowie Tages- und Nachtpflege
- Leistungen ambulanter Pflegedienste
- Leistungen von Angeboten zur Unterstützung im Alltag
- einen Zuschuss zur vollstationären Pflege

Pflegeberatung durch die Pflegekasse

Beratung in der Häuslichkeit

Zusätzliche Leistungen in ambulant betreuten Wohngruppen

Versorgung mit zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln

Finanzielle Zuschüsse zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen

Zusätzliche Betreuung und Aktivierung in stationären Einrichtungen

Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen

Weihnachtsgruß 2016

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien viel Zeit und Ruhe für ein besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest.

advent2

Fröhliche Weihnachten! (deutsch)
Merry Christmas! (englisch)
Buon Natale! (italienisch)
Joyeux Noël! (französisch)
Feliz Navidad! (spanisch)
Feliz Natal! (portugiesisch)
Gëzuar Krishtlindjet (albanisch)
Noelliniz kutlu olsun! (türkisch)
Wesolych Swiat!(polnisch)
Glaedelig jul! (dänisch)
Prettige kerstdagen! (niederländisch)
God Jul! (schwedisch)
Hyvää joulua! (finnisch)
Shèngdàn kuàilè (chinesisch)

Änderungen stationär ab 2017

Was ändert sich ab 2017 für Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen?

In einer stationären Pflegeeinrichtung kommt es für Pflegebedürftige nicht auf die Höhe der Leistungsbeträge an, sondern auf die Höhe des Eigenanteils, der aus eigener Tasche bezahlt werden muss.
Dieser Eigenanteil steigt bisher mit der Einstufung in eine höhere Pflegestufe.
Zukünftig wird der pflegebedingte Eigenanteil mit zunehmender Pflegebedürftigkeit nicht mehr ansteigen.
So werden viele Pflegebedürftige entlastet.
Alle Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5 bezahlen in einem Pflegeheim den gleichen pflegebedingten Eigenanteil. Dieser variiert jedoch von Pflegeheim zu Pflegeheim.
Im Bundesdurchschnitt (!!!) wird er im Jahr 2017 voraussichtlich bei rund 580 Euro pro Monat liegen. Hinzu kommen Kosten für Verpflegung, Unterkunft und Investitionen. Auch diese unterscheiden sich von Pflegeheim zu Pflegeheim – teilweise sogar erheblich.
Hier gilt es durchaus, Pflegeheime miteinander zu vergleichen.

die Pflegegrade ab 2017 – die Überleitung

• Pflegestufe 0*= Eingeschränkte Alltagskompetenz = Pflegegrad 2
• Pflegestufe 1 = Pflegegrad 2
• Pflegestufe 1 + Eingeschränkte Alltagskompetenz = Pflegegrad 3
• Pflegestufe 2 = Pflegegrad 3
• Pflegestufe 2 + Eingeschränkte Alltagskompetenz = Pflegegrad 4
• Pflegestufe 3 = Pflegegrad 4
• Pflegestufe 3 + Eingeschränkte Alltagskompetenz = Pflegegrad 5
• Härtefall = Pflegegrad 5

*Die sogenannte Pflegestufe 0 beschreibt das Vorliegen einer eingeschränkten Alltagskompetenz. Nicht betroffen sind hier Menschen, bei denen das Begutachtungsergebnis “unterhalb Pflegestufe 1″ lautet.

Mut zum Widerspruch

Wird Ihr Antrag auf Pflegeleistungen bzw. eine höhere Pflegestufe von der Pflegekasse abgelehnt, stehen Sie bitte nicht wehrlos da. Innerhalb von vier Wochen nach Eingang der Entscheidung können Sie bei Ihrer Pflegekasse – möglichst schriftlich – Widerspruch gegen einen ungerechtfertigten Ablehnungsbescheid einlegen. Die Frist beginnt mit dem Zugang des Bescheides beim Versicherten.

Ich überprüfe das Gutachten des MDK/ SMD, auf Wunsch formuliere ich für Sie eine ausführliche und zielführende Widerspruchsbegründung, und begleite Sie beim erneuten Besuch des Gutachters.

Kontaktieren Sie mich, ich helfe Ihnen.

Pflegebedürftig? Ich? NEIN… der “falsche” Stolz der Pflegebedürftigen

Irgendwann einmal lassen die Kräfte nach. Besonders den Senioren fällt es schwer, die Selbstständigkeit schleichend zu verlieren und dauerhaft Hilfe von Angehörigen oder fremden Personen anzunehmen. Nach einem langen, selbständigen und unabhängigen Leben weigern sich viele Senioren, die eigene Pflegebedürftigkeit anzuerkennen. Pflegebedürftig? Ich? NEIN…
Angehörige oder Freunde sehen den Hilfebedarf oft viel eher, und müssen hier viel Überzeugungsarbeit leisten. Der Schritt, eine Pflegestufe zu beantragen, ist dann noch einmal eine große Hürde. Aus diesem Grund wird aus “falschem” Stolz und aus Scham bei dem Besuch des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) oftmals die eigentliche Hilflosigkeit verschleiert.

Hier wäre vor dem Besuch des MDK eine unabhängige Pflegeberatung überaus hilfreich. Durch die Erstellung einer individuellen Pflegebedarfsermittlung – wodurch das Führen eines Pflegetagebuchs entfällt – erhalten Hilfsbedürftige eine kompetente Einschätzung über ihren Pflegebedarf und die angestrebte Pflegestufe. Zudem erleichtert die Begleitung beim MDK-Termin durch die Pflegeberaterin bzw. einen Pflegeberater das Überwinden von Angst und Unsicherheiten.

Sprechen Sie mich an, gerne helfe ich Ihnen weiter.