40 bis 60 Prozent der Gremienmitglieder des MDK sind Krankenkassenmitarbeiter

Pressemitteilung der IKK Nord vom 15.08.2014

IKK Nord: Versicherte profitieren von einem unabhängigen Medizinischen Dienst

Selbstverwaltungsgremien ohne Hauptamt besetzen

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um den Stellenwert der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) äußert Kassenchef Ralf Hermes: „Die IKK Nord legt großen Wert auf eine hohe unabhängige medizinische Kompetenz bei der Beratung und Entscheidung ihrer Versicherten. Die uns beratenden MDK Nord und MDK M-V e.V. machen hier eine sehr gute Arbeit.“ Jeder Eindruck, dass sie Instrumente der Krankenkassen seien, müsse vermieden werden. Und weiter: „Der MDK muss versichertennah und neutral arbeiten können.“

Um die Unabhängigkeit der MDK-Landschaften weiter zu erhalten und auszubauen, fordert die IKK Nord die Politik auf, dass in den MDK-Gremien der Selbstverwaltung zukünftig keine hauptamtlichen Krankenkassenmitarbeiter mehr sein dürfen.

Vorstand Ralf Hermes ergänzt abschließend: „Um die Leistungsentscheidungen der Krankenkassen medizinisch noch professioneller auszugestalten, wünscht die IKK Nord auch andere unabhängige medizinische Spezialisten beauftragen zu können. Davon können unsere Versicherten profitieren.“

Der MDK unterstützt die Kranken- und Pflegekassen in medizinischen und pflegerischen Fragen und wird von diesen finanziert. Laut Gesetz sind die MDK-Gutachter unabhängig.
Derzeit sind 40 bis 60 Prozent der Gremienmitglieder des MDK gleichzeitig amtierende oder ehemalige Krankenkassenmitarbeiter.